Wer in diesem Sommer auf dem Weyerberg unterwegs war, ist vielleicht an einem unscheinbaren, aber besonderen Streifen am Ackerrand vorbeigekommen: Hier wuchs der Lämmersalat, eine in Deutschland stark gefährdete Ackerwildpflanze.
Zentraleuropaweit gilt der Lämmersalat als gefährdet. In Deutschland wird er nach der Roten Liste von 1996 als „stark gefährdet“ eingestuft. Zu den wichtigsten Ursachen für seinen Rückgang gehören der zunehmende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie vor allem eine intensive Düngung und Kalkung der Äcker.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wandte sich die BUND-Kreisgruppe Osterholz, die das Projekt auch finanziell gefördert hat, an die Stiftung Worpswede. Die Idee: Auf einem Teil der Stiftungsflächen sollte ein sogenannter Rettungsstreifen für den Lämmersalat angelegt werden.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Rettungsstreifen war ein voller Erfolg! Einige Hundert Exemplare des gefährdeten Lämmersalats wuchsen dort und brachten zahlreiche Blüten hervor.
Und der Erfolg wird hoffentlich nachhaltig sein: Schätzungsweise mehrere tausend Samen konnten gebildet werden. Damit wurde die Samenbank des Bodens aufgefrischt und die Grundlage dafür geschaffen, dass der Lämmersalat auch in den kommenden Jahren wieder auf dem Weyerberg wachsen kann.